News und Aktuelles

Einladung zum Herbstfest 2019

Am Freitag, 11.10.19 findet in der Unterkunft in der Kameralamtsstraße ein geselliges Fest statt.

Wir freuen uns auf Euch!


Fugato - Orientalisches in Moll

 

Am Mittwoch, dem 28. November 2018, findet um 20 Uhr im Ludwigsburger Forum am Schlosspark ein ganz besonderes Konzert statt: Flüchtlinge aus dem Raum Ludwigsburg gemeinsam auf der Bühne mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen – unter anderem mit einem Musiker aus unserer Unterkunft in Stuttgart-Stammheim!

„Ich bin aus Afghanistan, ich spiele die Rubab“, stellt sich der „Neustammheimer“ vor, den ich zur Probe in der Ludwigsburger Friedenskirche begleite. „Rubab“, das ist das typisch afghanische, archaisch anmutende Zupfinstrument. Er spielt darauf eine paar Töne und versetzt sich und die Zuhörer in den Hindukusch.

 

Auch die anderen Musiker zeigen ihr Können: Sie spielen die afghanische Trommel, die kurdische Saz oder die syrische Oud. Vor allem aber lassen sie ihre Stimmen erklingen – in Liedern, in denen sie verarbeiten, was hinter ihnen liegt.

Der Höhepunkt ist für mich ein Lied, das es in allen orientalischen Kulturen gibt und das jeder in seiner Heimatsprache singt. Gar nicht so einfach, wenn es in jedem Land auch musikalisch anders interpretiert wird.

„Das Lied ist in Moll, wie sagt man Moll in Afghanistan?“ fragt dann auch ein Musiker aus Syrien. „Minor“, ist die Antwort, und schon erklingt die Rubab in Moll, wie so viele afghanischen Melodien, die Tragik jahrzehntelanger Kriege in sich bergend.

Und während es mir kalt den Rücken runterläuft, weiß ich: Das ist nur der Vorgeschmack eines einzigartigen Konzerterlebnisses, in dem die Klänge und Gefühle des Orients auf europäische klassische Musik treffen werden.
Mehr Infos und Karten gibt es hier.

 

Und bald auch auf unsere Webseite, wenn ich von den Intensivproben Anfang November berichten werde.

 

Gerald Birkenstock


Hilfe beginnt im Kleinen

 

Vor Kurzem wurde ich an einem Stuttgarter U-Bahnhof von einem jungen Mädchen afrikanischer Herkunft angesprochen. Im ersten Moment hatte ich keine Ahnung, wer sie ist. Selbst, als sie sich frech vor mich stellte, als wolle sie sagen: „erkennst du mich denn nicht?“ Eine Mitarbeiterin der Kindergartengruppe, mit der das Mädchen unterwegs war, schaut mich schon verdächtig an.

Endlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich kenne sie aus der Stammheimer Flüchtlings-Unterkunft. Sofort wusste ich auch ihren Namen und begrüßte sie damit. Die Kindergärtnerin war beruhigt, das Mädchen glücklich: Ich bin kein Niemand, ich wurde erkannt und nicht übersehen!

Kleine Gesten mit großer Auswirkung

Keine große Hilfeleistung, sondern nur eine kleine Geste, die weder Zeit noch Mühe kostete. Und doch hat sie eine große Auswirkung, wenn es nach der Psychologin Dr. Mozhdeh Ghasemiyani geht.

Ich hörte von ihr in dem englischsprachigen Podcast Global Dispatches (http://www.globaldispatchespodcast.com ). Sonst über die Außenpolitik aus amerikanischer Sicht, ging es in dieser speziellen Folge ( http://www.globaldispatchespodcast.com/pisode-175-dr-mozhdeh-ghasemiyani-is-a-psychologist-who-escaped-a-genocide/ ) um Dr. Ghasemiyani, die vor vielen Jahren als Kurdin nach Dänemark floh und mittlerweile als Dr. der Psychologie bei Ärzte ohne Grenzen mitwirkt. Sie kann heute darüber reflektieren, was viele Flüchtlingen in unserer Unterkunft erst jetzt durchmachen.

Dr. Ghasemiyani musste als Kind mitbekommen, wie ihre Mutter getötet wurde und sie plötzlich ganz allein dastand: Menschen in ihrem Heimatdorf – selbst traumatisiert – übersahen sie einfach.

Auch nach der Flucht, als ihr Bomben und Gewehrkugeln nichts mehr anhaben konnten, kamen die traumatischen Erinnerungen zurück – in Form von posttraumatischem Stress. Etwas, was uns auch bei Geflüchteten in der Stammheimer Unterkunft begegnen kann.

Jede noch so kleine Freundlichkeit hilft

Heute reflektiert Dr. Ghasemiyani darüber, was ihr – und den vielen Flüchtlingen, die sie als Ärztin betreut – geholfen hat. Sie fasst es in einer einfache Formel zusammen: Jede noch so kleine Freundlichkeit hilft. Eine Geste, in der wir Flüchtlingen wie ganz normale Menschen begegnen; in der wir sie anlächeln, mit ihnen reden, neugierig sind, sie nicht übersehen. Es hilft ihnen, den Glauben an die Menschlichkeit zurückzugewinnen.

Dr. Ghasemiyani nennt es so: Ein Flüchtling zu werden, dazu hat man sich nicht entschieden, man wurde dazu getrieben. Hingegen einem Flüchtling mit einer kleinen Geste zu helfen, dazu kann sich jeder entscheiden.

Gerald Birkenstock


Orientalisches beim 4. Stammheimer Kirchenfest

„Da kann ja jeder kommen!“ – so das Motto des 4. Stammheimer Kirchenfestes. Die evangelische und katholische Kirche – gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhaus Stammheim – luden am 9. und 10. Juni zu einem Fest auf dem Stammheimer Kirchplatz ein. Alle waren herzlich eingeladen.

 

Das nahmen sich Engagierte von „Stammheim hilft!“ zu Herzen. „Jeder“, das sind auch die Neubürger Stammheims – die Geflüchteten. Auch sie sind zu dem Fest eingeladen. Aber dürfen sie es auch mitgestalten? Was könnten sie denn aus ihrer fernen Heimat mitgebracht haben, was dem Fest zugute käme?

 

Wer mit Flüchtlingen aus dem Orient zu tun hat, weiß: ein Wert, der ihnen wichtig ist, ist die Gastfreundschaft. Besucht man sie in ihren bescheidenen Wohnungen, gibt es Tee und Knabbereien. Bleibt man lang genug, wird man mit köstlichem Essen bewirtet. Eine Kostprobe ihrer Kochkünste demonstrierten sie schon mehrmals bei den Festen von „Stammheim hilft!“.

Essen war auch immer schon ein wichtiger Bestandteil des Stammheimer Kirchenfestes. An den Ständen gibt es Schwäbisches: Gegrilltes und Maultaschen. Außerdem Internationales: französisches Crêpes, asiatische Gemüse-Nudelpfanne und Curry-Wurst aus dem Ruhrgebiet. Würde da auch ein Stand mit orientalischem Essen reinpassen?

Die Frage ließ ein Team, bestehend aus Engagierten von Stammheim hilft!, Mitarbeitern des AWO Flüchtlingssozialdienstes und Mitgliedern des Festteams, nicht mehr los. Gemeinsam planten sie die Logistik, diskutierten Rezepte und ließen sich allein bei dem Gedanken an das Essen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Das afghanische Nationalgericht “Qabeli” (Reis mit Rosinen, Karotten und Hähnchen) soll genauso dazu gehören, wie kurdisches „Arpach“ (Reis mit Kartoffeln, Paprika, Tomaten, Auberginen und Kichererbsen).

 

In den frühen Morgenstunden des 10. Juni war es dann soweit: Die Geflüchteten bereiteten das Essen zu. Hähnchen wurde für den Grill in einer Safransoße eingelegt, Kartoffeln und Kräuter in die afghanische Teigtasche „Bolani“ eingerollt. Pünktlich um 11 Uhr wurde es zum Kirchplatz gebracht. Dort standen schon Hungrige Schlange und konnten es kaum erwarten.

Und dann demonstrierten 7 Stammheimer Neubürger, was orientalische Gastfreundschaft bedeutet, als sie den „Alt“-Bürgern ihre Lieblingsgerichte auf die Teller schöpften. Auch wenn mehr Essen zubereitet wurde, als geplant, war alles in Windeseile weg. „Der Topf ist leer“, meldet als erstes der Verkäufer der afghanischen Variate des Maccaroni (mit Sojageschnetzeltem und Kartoffeln). Gefolgt vom Reis mit Schafsfleisch waren auch bald die Sambosas, die Teigtaschen mit Gemüse abverkauft.

Die Neubürger waren glücklich und ein bisschen stolz. Aber vor allem freuten sie sich, dass sie sich für unsere Gastfreundschaft, als wir sie bei uns in Stammheim aufgenommen haben, bedanken konnten.


Abschiebung

Polizeieinsatz in Ellwangen, Durchsetzung der Anker-Zentren, Einschränkung des Kirchenasyls. Das Thema Abschiebung bestimmt die Nachrichten.

 

Das kommt auch bei den Flüchtlingen in der Stammheimer Unterkunft an, die noch im Asylverfahren stehend, fürchten müssen, zurückgeschickt zu werden.

 

Letztens erzählt mir ein Vater, dass seine Tochter nachts mit der Angst aufwachte, dass wenn sie abgeschoben werden, sie zu Fuß, in Bussen und in Zügen reisen müssten. Schlimmer: Dass sie wieder im überfüllten Schlauchboot mitten im Mittelmeer in Seenot geraten würden.

„Nein“, meint der Vater, „wenn wir zurück müssen, dann mit dem Flugzeug.“

 

Das klingt nur wenig beruhigend. Denn auch ohne den Rückweg über die gefährlichen Fluchtrouten, haben sie vor dem Leben in der Heimat Angst. Wer verlässt schon seine Heimat so ganz ohne Grund?

 

Auch in Stammheim gibt es Flüchtlinge die hoffen, dass sie die Abschiebung nicht treffen wird. Viele Engagiert von „Stammheim hilft!“ bangen mit ihnen, denn in vielen Fällen würden gelungene Integrationsleistungen zerstört werden.


Zwei Jahre „Stammheim hilft!“

Flüchtlingsarbeit in der Kameralamtsstraße

„Ich wohne seit zwei Jahren in Stammheim“, sagte mir vor kurzem ein Geflüchteter aus Afghanistan. Er ist einer der 180 Bewohner in der Stammheimer Flüchtlingsunterkunft in der Kameralamtsstraße. Wie viele andere dort fühlt er sich mittlerweile als Stammheimer. Für ihn ist unser Stadtbezirk sein neues Zuhause geworden. Mit dazu beigetragen hat die Initiative zur Flüchtlingshilfe „Stammheim hilft!“.

 

Gut 2 1/2 Jahre ist es her, dass sich Stammheim mit der Tatsache konfrontiert sah, dass zunächst etwa 100 Flüchtlinge in unseren Stadtteil zugewiesen werden sollen. Ein neues Flüchtlingsheim sollte in nur wenigen Monaten entstehen. Erste negative Stimmen wurden laut – Angst vor dem Fremden, vor der Entwertung unseres Stadtbezirks. Werden wir als Stammheimer diese Aufgabe stemmen können?

 

Miteinander schon! Darauf setzte Bezirksvorsteherin Susanne Korge und lud zu zwei Informationsabenden. Viele kamen: einzelne Stammheimer Bürger sowie Vertreter von Vereinen, Kirchen und vom Bezirksbeirat. Die Bilder aus Kriegsgebieten und der deutschen Willkommenskultur vor Augen, wollten sie sich dafür einsetzen, dass es gelingt. Das war die Geburtsstunde von „Stammheim hilf!“.....

 

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Yalda – persische Weihnachten?

Am 23. Dezember letzten Jahres wurden meine Frau und ich von einem afghanischen Bewohner aus der Stammheimer Flüchtlings-Unterkunft zu einem Fest eingeladen. Ein Tag vor Weihnachten. Wir sagten gerne zu, wunderten uns allerdings, was für ein Fest das sein solle – Moslems feiern doch kein Weihnachten? Also kann es nur was Privates sein, dachten wir. Wir ließen uns aber gerne überraschen.

Als wir ankamen, erhielten wir als deutsche Besucher einen Wikipedia-Ausdruck über das heutige Fest: die Yalda-Nacht. Laut einem Wikipedia-Artikel ist es ein Fest im persischen Sprachraum, welches in der „längsten und dunkelsten Nacht des Jahres“ zelebriert wird.

Es gab ganz nach dem Brauch Melonen, Granatapfel und Trauben. Verse des persischen Dichters Hafis wurden rezitiert. Außerdem lud afghanische Live-Musik zum traditionellen afghanischen Tanz – von dessen Lebensfreude selbst meine Frau und ich uns hinreißen ließen.

In einer der wenigen ruhigen Minuten las ich den Wikipedia-Artikel weiter: Das Fest stammt ursprünglich aus dem Zoroastrismus, also dem vor-islamischen Glauben der iranischen Völker. Dabei musste ich zwangsläufig an Weihnachten denken, das ja auch während der heidnischen Wintersonnenwende gefeiert wird.

Als ich weiterlas, wurde der Vergleich noch bestätigt: Das Wort „Yalda“ stammt ursprünglich aus der frühen christlichen Kirche des Ostens, in deren mittelaramäischen Dialekt es wörtlich „Geburt“ bedeutet und als Begriff für die Geburt Christi verwendet wird. Heiligabend wurde in der frühen Kirche in eben dieser Nacht zur Wintersonnenwende zelebriert.

Demnach feiern die Afghanen in der Yalda-Nacht letztlich auch Weihnachten. Mehr Zeit zum Nachsinnen blieb mir nicht: Die Musik ging weiter und wir wurden auf die Tanzfläche gezogen.

Einen Tag später, am deutschen Heiligabend, feierte ich dann das „richtige“ Weihnachten. Über die Geburt von Jesus, den Erlöser, wurde von der Kanzel gepredigt. Liturgisch korrekt und besinnlich. Aber wo blieb die ansteckende Freude des Vorabends? Die Yalda-Nacht noch vor Augen, fragte ich mich: Wenn man denn wirklich den Erlöser feiert will, geht das nicht ein bisschen freudiger? Ein bisschen wenigstens?

Ja, geht es, wie wir am zweiten Weihnachtsfeiertag beim Weinachtsoratorium von Bach erleben durften. Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und das Stuttgarter Kammerorchester bewiesen mit einer genialen Darbietung: Weihnachten hat mit Freude zu tun, mit Feiern, mit virtuoser Musik, mit freudigem Gesang. Also gibt es das auch in unserer Kultur.

Dennoch freue ich mich auf die nächste Yalda-Nacht und hoffe insgeheim, dass uns wieder jemand aus der Stammheimer Flüchtlings-Unterkunft dazu einlädt!

 

Gerald Birkenstock

 

PS: Per Whatsapp schrieb mir ein anderer Afghane: „Yalda bedeutet die Erinnerung daran, dass das Leben so kurz ist, dass jede weitere Minute zusammen gefeiert werden sollte.“


Herbst 2017: ...und noch mehr Bänke!

 

Die Flüchtlingsunterkunft in der Kameralamtsstraße 69 in Stammheim ist seit einigen Wochen mit Sitzbänken an den Hausfronten bestückt.

Im Rahmen eines Bänkebau-Projektes, wurden acht Sitzbänke aus einer Konstruktion aus U-Steinen und witterungsbeständigen Holzdielen angefertigt und aufgebaut.

 

Entstanden ist das Projekt aus dem Anliegen heraus, den Bewohnern der Unterkunft die Möglichkeit zu bieten, sich außerhalb der Gebäude zu treffen, zusammenzusitzen und sich austauschen zu können. Aufgrund der beengten Wohnsituation innerhalb der Systembauten, halten sich die Unterkunftsbewohner viel auf dem Außengelände der auf, um hier den Kontakt zu anderen Bewohnern zu pflegen und Zeit miteinander zu verbringen.

In Kooperation mit der AG Projekte des Freundeskreises „Stammheim hilft“, den Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt und den Bewohnern der Unterkunft, wurden die insgesamt acht Sitzbänke geplant, gefertigt und jeweils an den Vorder- und Hinterseiten der vier Systembauten aufgebaut.  

Federführend wurde das Projekt von Herrn Schuhmacher geleitet (Mitglied der AG Projekte), welcher mit viel Engagement und Mühe die Sitzflächen der Sitzbänke mit Schülern in der Berufsschule Feuerbach bereits im Vorfeld fertigte und schließlich den Aufbau und die Umsetzung des Projektes durchführte.

Gemeinsam mussten dann am Tag des Aufbaus einzeln 32 schwere U-Steine (a 80 Kilo) an die vorgesehenen Positionen gebracht werden um anschließend die Holzkonstruktionen anbringen und befestigen zu können.

Ein besonderer Dank gilt der Firma SIKA, welche mit einer Spende die gesamten Materialien finanzierte und damit die Realisierung des Projektes


24.07.17 Einweihung der neuen Außenbänke

Alles begann mit einem Wunsch während dem Kindergipfel 2016 nach weiteren Sitzmöglichkeiten rund um dem Bolzplatz vor dem Flüchtlingsheim. Zusätzliche Bänke sollen her. Stadträtin Judith Vowinkel (SPD) übernahm dafür eine Patenschaft und machte sich auf die Suche nach Spendern, die das Vorhaben finanzieren. Sie wurde schnell fündig: bei der Volksbank Zuffenhausen, der evangelischen Kirchengemeinde Stammheim, der Freihofapotheke sowie Einzelpersonen.

Das Ergebnis sind sechs neue Bänke und ein Tisch, die jetzt rund um den Fußballplatz vor dem Flüchtlingsheim installiert wurden. Sie wurden am 25. Juli offiziell eingeweiht. Dass das Wetter alles andere als „Banktauglich“ war, störte nicht die Freude der Spender und zukünftigen Nutzer, die bei Brezeln und Getränken unter einem kleinen Zelt Schutz vor dem Regen suchten.

Peter Dietz-Vowinkel dankte den Spendern im Namen seiner Frau. Die Bänke böten den Flüchtlingen in ihrer beengten Unterkunft ein wenig Freiraum. Er hofft, dass sie nicht nur von den Bewohnern genutzt werden, sondern auch helfen, dass sich „Stammheimer integrieren“, indem sie die Sitzmöglichkeit während einem Spaziergang nutzen und so mit den Geflüchteten in Kontakt kommen.

Johannes Engelhard, Leiter des Sozialdienstes in der Flüchtlingsunterkunft, berichtete, dass die neuen Bänke direkt von den Bewohnern gut angenommen wurden. Frauen lernen auf ihnen Deutsch, Kinder machen dort ihre Hausaufgaben und tatsächlich ruhen sich auch Spaziergänger darauf aus und kommen dadurch ins Gespräch mit den Flüchtlingen.


Sommerfest im Juli!

In diesem Jahr fand das Sommerfest nicht wie im Vorjahr in der Flüchtlingsunterkunft statt, sondern im Kinder- und Jugendhaus Stammheim. Es öffnete extra an seinem freien Tag die Türen, damit die Flüchtlinge gemeinsam mit den Helfern von Stammheim hilft! feiern konnten.

Für die Neu-Stammheimer war es ein Highlight: Gerne nutzten sie die vielen attraktiven Möglichkeiten, die das Jugendhaus bietet, etwa Billiard, Kicker sowie das Spielmobil auf dem Sportplatz.

Beim Essen verwöhnte man sich gegenseitig – die Geflüchteten boten selbst gemachtes orientalisches Essen und die Gastgeber frisch gemachte Pommes.

Und irgendwie scheinen sie hier angekommen zu sein, wie man an einem Theaterstück der Kinder sehen konnte. Nicht, wie man denken sollte, ein Stück aus 1001 Nacht wurde aufgeführt, sondern eins aus Grimms Märchen: Schneewittchen und die sieben Zwerge.

 

Das nächste Fest ist im Herbst geplant. Es lohnt sich vorbeizuschauen und mitzufeiern.


Juli 2017: Sechs neue Bänke und ein Tisch!

Die Stadträtin Judith Vowinkel (SPD) hat ihre Patenschaft vom Kindergipfel 2016 eingelöst und dank großartiger Unterstützung die Aufstellung von 6 Bänken und einem Tisch auf dem Gelände der Unterkunft ermöglicht. Die Bänke werden sofort in Beschlag genommen, sei es zum Zusammensitzen, zum Spielen oder sogar auch zum Hausaufgaben machen. genutzt werden können die Bänke jedoch auch von Spaziergängerinnen und Spaziergängern.

 

Die Einweihung der Bänke erfolgt mit einem kleinen Fest am 25. Juli um 14Uhr.


April 2017: Kinderbastelaktion zu Ostern

Am 28.03.sowie am 04.04.2017 haben wir in der Unterkunft im Kindermittag, mit 5-6 Ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, gesungen, gespielt und für Ostern, Hasen und Küken, gebastelt.

10-15 Kinder sind regelmäßig mit Eifer beim Basteln, Spielen und Singen dabei.

Der Kindermittag wird sehr gerne angenommen. Es macht uns ehrenamtlichen Helfer sehr viel Spaß, auch wenn es manchmal anstrengend ist. 

Erwähnenswert ist noch, dass die Materialspenden aus privaten Mitteln erfolgt sind. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

 

Liebe Grüße

Vom Kindermittag-Team

AG Betreuung


März 2017: Botschaft eines syrischen Geflüchteten auf einer Veranstaltung von Stammheim-Hilft!

Wir zitieren die Botschaft des syrischen Geflüchteten:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie nun ebenfalls recht herzlich zu unserer heutigen Veranstaltung begrüßen und freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind.
Denjenigen, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich nun kurz vorstellen:

Mein Name ist NN, ich bin 26 Jahre alt und komme aus der schönen Stadt Alhasaka im Norden Syriens. Dort habe ich ein Studium des Bauingenierswesen abgeschlossen.

Im Jahr 2015 bin ich selber als Flüchtling nach Deutschland gekommen und lebe nun schon seit August letzten Jahres in Stuttgart.
Meine zweite Station in Deutschland war ein kleines Dorf auf der Schwäbischen Alb namens "Ohnastetten" in Landkreis Reutlingen, in dem ich wahrscheinlich der erste und ganz sicher der einzige Ausländer war.

Dort habe ich Deutsch un au" a bissle Schwäbisch g`lerntt.
Seit September bin ich nun hier in der Unterkunft als ehrenamtlicher Helfer und auch im Freundeskreis Flüchtlinge bei der Stuttgarter Universität aktiv.
Meine Aufgaben sind in der Regel, Alphabetisierungskurse, Dolmetschen bei Behördengängen und Intergrationshilfen.

Letzte Woche haben mich die arabischsprachigen Bewohner dieser Unterkunft gebeten, dass ich in ihrem Namen einige Anliegen übermitteln soll.

Dies möchte ich nun gerne tun:

Wir sind hier in Stammheim auf eine sehr schöne, herzliche Art willkommen geheißen worden. Wir sind sehr froh und dankbar, hier Zuflucht und Frieden gefunden zu haben.

Einige Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft fühlen sich bereits jetzt schon als Stammheimer und würden sich freuen, als Mitgliederinnen und Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen und akzeptiert zu werden.

Wir möchten Ihnen sagen, dass wir uns sehr schämen für die ekelhaften, unmenschlichen Terroranschläge, die in Deutschland passiert sind. So sind wir nicht und wir leiden mit den Betroffenen.

Solche Fälle bringen unsere Kulturen auseinander, statt näher zusammen. Wir brauchen mehr Kontakt zueinander.

Viele Deutsche wissen auch, dass nicht alle Flüchtlinge schlecht sind und in sich Hass tragen und viele Flüchtlinge wissen auch, dass nicht alle Deutschen in sich Hass und Wut haben.

Ich möchte Ihnen nun aber auch meine persönliche Sichtweise als direkt Betroffener, aber auch als Helfer, darlegen:

In dem wunderschönen Örtchen Ohnastetten auf der Schwäbischen Alb habe ich mich anfangs sehr einsam und fremd gefühlt, da ich niemanden persönlich kannte und die Sprache nicht verstand.

18.02.2017 Stuttgart

 

Glücklicherweise habe ich Menschen aus dem Ort kennengelernt, zuerst Herrn Konrad Nostadt und durch ihn Frau Seiffer, die übrigens heute anwesend ist. Zunächst wurde ich mit Lebensmitteln und leckeren schwäbischen Spezialitäten überhäuft. Die Verständigung war zunächst etwas, ich nenne es mal „interessant“ und nicht immer ganz einfach. In meinem Deutschkurs in Reutlingen habe ich ein deutlich anderes Deutsch gelernt, als man es in Ohnestetten so zu schwätzen pflegt, aber letzten Endes hat die Kommunikation doch recht gut funktioniert.

Die komischen Nudeln, die ich noch nie zuvor gesehen habe, kommen nun regelmäßig bei mir auf den Tisch. Ich spreche Deutsch, sogar etwas Schwäbisch und esse gerne Spätzle. Ich frage mich nun, ob ich jetzt schon integriert bin.

Derzeit absolviere ich meine B2 / C1- Deutschkurse und werde über ein Stipendium der Otto- Beneke- Stiftung gefördert. Ich bereite mich auf den Beginn meines Masterstudiums im Wintersemester vor und freue mich sehr darauf.

Ich hatte das große Glück, dass sich Menschen um mich gekümmert haben und ich durch sie einen Zugang zu Kultur und Sprache bekommen habe. Der direkte Kontakt zwischen Menschen öffnet geschlossene Türen, davon bin ich überzeugt.

Deswegen ist es sehr wichtig, dass es zu vielen Begegnungen kommt. Im Namen aller Menschen, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, möchte ich mich vor allem bei den vielen Helfern und Helferinnen bedanken, die uns hier begrüßt und unterstützt haben.

Wir möchten Sie jedoch inständig bitten, weiterzumachen, Ihr Engagement ist wichtig und wertvoll. Wir brauchen Sie.

Bitte ermutigen Sie auch Ihre Freunde, Nachbarn und Bekannten, das Gespräch zu suchen, uns kennenzulernen und mit uns zu einem erfolgreichen Miteinander beizutragen. Wir können und wollen gemeinsam Integration schaffen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit"

 


23. März 2017: Nachtrag zum Bericht von Rose Hajdu beim Gesamttreffen in der Schlossscheuer

1. Projekt WE NEED YOU:

     Thema: Flüchtlinge im Ehrenamt:

http://www.freundeskreis70599.de/Projekt-WE-NEED-YOU/

 

2. Projekt "RAUMWUNDER"

   Thema:  Eine Wohnung wird als Ort für temporäre Kunst und temporäres Wohnen

     für Geflüchtete genutz:

http://www.freundeskreis70599.de/RAUMWUNDER/

 

3. Geflüchtete Menschen können auch BuFdi werden:

    https://www.bundesfreiwilligendienst.de/

(Manchmal gelingt es sogar, dass aus einer freiwilligen Stelle im Anschluss eine feste Stelle wird.)

 

4. Kostenlose Tanz-Begegnung im Tanzlokal "Melodie" in Bad Cannstatt

     Thema: GELEBTE INKLUSION IN STUTTGART!

"Unser Ziel ist, durch Musik und Bewegung Körper, Geist und Seele zu stärken, gemeinsam Spaß zu haben, Berührungsängste abzubauen, sich kennenzulernen, Kondition, Koordination, Beweglichkeit und Körpergefühl zu stärken, durch gute Gespräche und fröhliches Miteinander auch jene ermuntern, dabei zu sein, die nicht tanzen möchten.

MIT GETANZTER INKLUSION RAUS AUS DER ISOLATION, REIN INS LEBEN!"

http://www.zeit-zum-tanzen.de/

 


14. Februar 2017: Wöchentlicher Spielnachmittag

Heute haben wir Masken gebastelt und uns anschließend fotografiert. Es sind einige lustige Bilder entstanden. Wir treffen uns immer dienstags von 15.30 Uhr bis 17 Uhr zum Singen und Spielen. Alle sind herzlich eingeladen.


24.November 2016: Kleiderflohmarkt in der Unterkunft

Die AG Materieller Bedarf hat einen Kleider-Flohmarkt in der Unterkunft veranstaltet.

Es war ein großer Andrang und jeder hat etwas tolles gefunden.

 

Wir bedanken uns bei den Stammheim Bürgern für Ihre zahlreichen Spenden!!

 


21. September 2016: Neue Nachbarn

An einem Sonntagnachmittag haben wir es gewagt und sind „einfach mal“ zum Haus unserer neuen Nachbarn gelaufen. Im Haus angekommen trafen wir auf zwei uniformierte Männer, die nach unserer Besuchsabsicht fragten. Wir hatten auch unsere „Ausweise“ dabei, und so ließen uns die freundlichen Herren in den Gemeinschaftsraum.

 

Drinnen gab schon eine andere ehrenamtliche Betreuerin engagiert Unterricht in der für die anwesenden Flüchtlingsfamilien offensichtlich nicht ganz leichten Sprache Deutsch. Spontan wurden wir integriert und durften mitmachen. „Mein Name ist … Wie heißt du?“ sagte ich. „Mein Name ist…“ antwortete die Frau neben mir. Und so ging es die ganze Runde weiter bis zu den Kindern. Einige schrieben ihre Namen auf und ich merkte, dass sich alle schwer tun, von links nach rechts zu schreiben.

 

Jetzt haben die neuen Nachbarn auf einmal Gesichter und Namen. Ich versuchte mir die Blicke in die Gesichter etwas zu verkneifen, denn sobald ich in ihre Augen sah, sah ich auch die zahlreichen Bilder der vergangenen Wochen und Monate, die durch die Medien gingen. Welche Geschichten bringen diese Menschen mit? Nach gut einer Stunde gingen wir wieder nach Hause. 

 

Der kurze Besuch hat in mir weitergearbeitet. Die Gesichter konnte und wollte ich nicht ausblenden. Sie gehören zu Menschen, die ich wieder treffen will.

 

Und so zog es uns kurz darauf wieder einmal dorthin. Diesmal waren dort zwei neue Männer vom Sicherheitsdienst, wieder überprüften sie, ob und warum wir reindürfen. Gerade kam die andere ehrenamtliche Betreuerin wieder dazu. Es war 15 Uhr. Wie jeden Sonntag wird im Gemeinschaftsraum ein Deutschkurs oder ein anderes Angebot stattfinden. Die andere Betreuerin wusste, dass die Bewohner nicht die deutsche Pünktlichkeit mitbringen und Punkt drei im Raum sitzen. Sie winkte den Kindern, die vor dem Haus spielen, zu und lud sie mit freundlichen Gesten ein, zu uns zu kommen.

 

Und schon füllte sich der Raum mit zahlreichen Kinder und ein paar Erwachsene. Mit der Gitarre meines Mannes und stimmkräftigen Kindern begannen wir zu singen: „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider…“ Mit einem sehr bunten Blumenstrauß in unserer Mitte und dem entsprechenden Kleider-Farbwechsel beim Singen, haben alle nicht nur gelernt, sondern auch viel Spaß gehabt.

 

Nach dem Lern-Lied waren die Jungs aber nicht mehr zu bremsen. Sie wollten selbst an der Gitarre spielen und so ergab sich spontan ein lautes improvisiertes musikalisches Etwas aus rhythmischen Klängen (Stifte klopfen auf dem Tisch), Gitarrenakkorden und Tanzbewegungen im Sitzen. Was sich beim Lesen wie das pure Chaos anfühlen mag, war im Moment des Erlebens wunderschön und harmonisch und hatte uns allen viel Spaß gemacht.

 

Vielleicht durch diese Klänge angelockt, waren plötzlich drei junge Männer bei uns im Raum, die sich um die Gitarre scharten. Einer erzählte, er spiele ein afghanisches Instrument, eine „Rubab“. Die musste er bei der Reise hierher wohl zuhause lassen und hat schätzungsweise seitdem nicht mehr gespielt. Er meinte, er würde seit 15 Jahren spielen. Das tat mir irgendwie weh, weil ihm damit auch die Möglichkeit genommen ist, Erlebtes durch seine Musik zu verarbeiten.

 

Er begann, die unteren zwei Seiten der Gitarre wie eine Rubab zu spielen. Irgendwann sang er. Irgendwann kam ein anderer, der ihn mit Gesang begleitete. Und dann sangen sie im Duett, wunderschön. Eine heimische Atmosphäre entstand, in der alle anwesenden Kinder ganz entspannt waren.

 

Während die Männer mit der Musik beschäftigt waren, malten die Kinder die Blüten ab, die vor uns auf dem Tisch standen. Einige Jungs wollten vor allem wissen, wie man die Deutschland-Fahne malt und ob ich Ihnen helfen kann, eine syrische Fahne zu malen. Stolz zeigte mir ein Junge am Ende unseres Besuchs die zwei Fahnen, die er gemalt hatte: Syrien und Deutschland. Er war Fan der deutschen Fußballmannschaft. Als ich ihn frage, ob es in seiner Heimat Syrien auch eine Fussballmanschaft gibt, sagte er „Nein, wegen zu vielen Flugzeugen.“

 

 

Nach zwei Stunden Betreuung gingen wir erschöpft, aber um eine kulturelle Erfahrung reicher wieder nach Hause. Wir werden unsere neuen Nachbarn sicher bald wieder besuchen. 


19. August 2016: Erneute Spendenaktion

Am 19. August fand erneut eine große Spendenaktion statt. Hier konnte alles rund um Babybekleidung und -bedarf abgegeben werden.

Viele tolle Sachen sind gespendet worden. Von einem Stuttgarter Babybekleidungsgeschäft haben wir ebenfalls wunderschöne Sachen bekommen.

 


26. Juni 2016: Delusion – ein Theaterstück zum Sehen und Lachen

Es ist ein SONNtag gewesen, der 26. Juni, als sich 20 Kinder mit ihren Eltern aufgemacht haben ins Theaterhaus am Pragsattel, u.z. mit Bus und S-Bahn und U-Bahn. (Die Linie 15 war gesperrt.)

Familie Flöz, bestehend aus drei Mitgliedern, ist es gelungen, 90 Minuten lang die Zuschauer aus Stuttgarter Unterkünften in Atem zu halten, sie zum Lachen zu bringen, ohne Worte, dafür mit Masken, Kostümen, Gestik und Aktion. Aus der Illusion wurde die Delusion und aus den Zuschauern  wurden glückliche Menschen.


Juni 2016: Sportaction in der Sporthalle Stammheim

Der erste Versuch war sofort der absolute Erfolg, trotz Ramadan nahmen viele  Kinder, Jugendliche und Erwachsene von den Flüchtlingsunterkünften Kameralamtsstrasse und Asperger Straße  in Kombination mit Besucher/innen des Kinder- und Jugendhauses Stammheim an dem Sportfeschtle in der großen Halle und dem davor liegenden Kunstrasenplatz teil.

Drei Stunden lang könnten sich die ganz Kleinen in einer aufgebauten Mattenlandschaft austoben und die anderen in diversen Ballsportarten einen tollen Nachmittag verbringen. Die Vermischung unter den Teilnehmern verlief hervorragend und diese Angebot sollte regelmäßig weiterhin stattfinden.


Juni 2016: Deutschkurs in der Unterkunft

Wie bekommt man die Leute zum Deutschkurs? Der Ramadan hat begonnen.

Nix da: Montags 10 Uhr ist Deutschkurs. Zwei Lehrer sind mit Schaufel und Kehrwisch durch die Häuser gezogen, haben getrommelt und verkündet: Deutschkurs! Da sind sie eingetrudelt: Afghanen, Syrer, Chinesen, von 3 bis 60 Jahre. Alphabethen und Analphabeten. Was tun?  Am besten mit den Lauten beginnen. Stammheim, Stuttgart, Schule. Gar nicht leicht. Mittlerweile unterstützen vier LehrerInnen den Kurs.

 

Es geht langsam voran, deshalb sollen zwei oder mehr Gruppen gebildet werden.

Die AG Betreuung erstellt einen Plan über die angebotenen Kurse und wird diese auf der Homepage veröffentlichen.


16. Juni 2016: Kindermittag in der Unterkunft

Jeden Dienstag, von 16 - 17 Uhr findet ein Kindermittag in der Unterkunft statt. Etwa 15 Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren sind begeistert von dieser Idee und freuen sich auf dieses Angebot, das auch sehr gut angenommen wird! Es wird gemeinsam im Stuhlkreis gesungen, Namen/Worte werden gelernt und in Gruppen Spiele wie z.B. Memory gespielt.

 

Bei Interesse auch Teil der AG Betreuung (Kindermittag) zu werden, freuen wir uns über weitere Helfer!


05. Mai 2016: Stammheimer Flüchtlinge werden Ackerhelden

Gemeinsam mit Ackerhelden aus Essen wurden die Flüchtlinge nun selbst zu "Ackerhelden" aus Stammheim. Die Bio-Gemüse-Parzellen wurden mit vielen Helfern im nahegelegenen Korntal gepflanzt und an Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft übergeben.

Danke an alle, die die letzten Tage so unterstützend mitgewirkt haben! :-)


05. Mai 2016: Fahrräder finden Besitzer

Gespendete Fahrräder von Stammheimer Bürgern finden nun neue Besitzer. Vielen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen Spenden! In diesem Sinne: Stammheim hilft!  


30. April 2016: Die Ankunft in Stammheim

Die ersten Flüchtlinge sind – wie angekündigt – am 28. April bei uns in Stammheim angekommen; nicht mit Bussen wie erwartet, sondern mit der Stadtbahn. Sie kamen aus ihrer bisherigen Unterkunft in der Schleyerhalle: 82 Personen, überwiegend Alleinstehende, auch Familien, darunter 13 Kinder im Alter von 1 bis 13 Jahren.

Fast die Hälfte der Ankömmlinge stammt aus Syrien, viele aus Afghanistan, dem Irak und China. Weitere Flüchtlinge werden in der nächsten Zeit bei uns eintreffen.
Der Empfang war insgesamt sehr gelungen, die neuen Bewohner haben sich schnell wohl gefühlt. So hat man sich in den darauffolgenden Tagen wieder getroffen, es wurde viel erzählt und die Kinder kamen zum
Spielen.

Die Menschen äußerten Wünsche nach Kommunikation, auch Fahrräder hätte man gerne – sowie einen Fernseher. Doch die neuen Bewohner wollen vor allem eines: sehr schnell Deutsch lernen, um besser miteinander kommunizieren zu können.

Jeder Flüchtling, der hier in Stammheim angekommen ist, hat ein Wäschepaket bekommen, das von Mitgliedern der Arbeitsgruppen bestückt wurde. Alle haben für ihren persönlichen Bedarf Küchenutensilien
erhalten, die jedoch mit in die Zimmer genommen werden müssen, da sich jeweils 40 Personen eine Küche teilen und dort kein Platz zum Aufbewahren vorhanden ist. Die Zimmer für jeweils 3 Personen sind 13 qm
groß, mit 3 Betten, einem Tisch, 3 Stühlen, einem dreiteiligen Schrank und einem Kühlschrank ausgestattet.

Da nur ein Gemeinschaftsraum für alle 3 Häuser zur Verfügung steht, muss man sich auf Angebote einigen, die dort stattfinden können. Angedacht ist derzeit, diesen Raum an den Wochenenden nachmittags für etwa zwei Stunden zu öffnen. Hierfür ist Betreuung erforderlich.

Bereits angelaufen ist ein Gartenprojekt zusammen mit den Flüchtlingen, auch an eine Nähgruppe ist bereits gedacht; eine Nähmaschine steht zur Verfügung.
Die AG Aktionen plant ein Sommerfest auf der Anlage auszurichten. Es es bleibt spannend, wie dieser Event angenommen wird, an der Ausgestaltung des Abends arbeiten die Verantwortlichen noch.

Fazit: Bisher war alles nur theoretisch, was die Mitglieder von Stammheim hilft! in den Blick genommen haben, jetzt sind die Menschen da bei uns in Stammheim. Vielerlei Aufgaben werden zu schultern sein
– ein gutes Miteinander steht dabei an erster Stelle.


25. April 2016: Willkommen in Stuttgart-Stammheim

Die Pakete der Erstausstattung wurden von Helfern von Stammheim hilft! vorbereitet und die ersten Bewohner begrüßt. Die Grundausstattung der 14 qm großen Zimmer besteht aus 3 Betten, drei Schränken, drei Stühlen, einem Tisch sowie einem Kühlschrank.